Anlässlich der heute veröffentlichten Ergebnisse des Produktmonitorings 2024 des Max Rubner-Instituts (MRI) hinsichtlich der Reformulierung von Lebensmitteln betont Philipp Hennerkes, Geschäftsführer des Bundesverbands des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH): „Alle großen Lebensmitteleinzelhändler in Deutschland verfolgen seit Jahren ambitionierte Reduktionsstrategien für Zucker, Fett und Salz. Die Ergebnisse des Produktmonitorings bestätigen erneut, dass dieses Engagement wirkt.“
Insbesondere in den Bereichen Erfrischungsgetränke (15 Prozent) und Feingebäck (6 Prozent) konnte laut MRI-Produktmonitoring innerhalb der letzten neun Jahre bemerkenswerte Zuckerreduktionen erreicht werden. Der Anteil gesättigter Fettsäuren bei Fleisch- und Wurstersatzprodukten sank innerhalb von drei Jahren um 15 Prozent.
Die konkreten Reduktionserfolge der einzelnen Eigenmarken der Lebensmittelhändler gehen teils sogar deutlich über die nun festgestellten durchschnittlichen Messwerte hinaus: So sind in der Branche Reduktionen des Zuckergehalts um durchschnittlich 10 bis zu 35 Prozent sowie Salzreduktionen von durchschnittlich knapp 20 Prozent über alle Produktkategorien der Eigenmarkensortimente hinweg zu verzeichnen.
„Die Reduktionsstrategien des Handels unterstreichen, dass es bei einer erfolgreichen Reduzierung vor allem auf das ‚Wie‘ ankommt. Erfolgskritisch ist eine wirkungsvolle Balance zwischen der Reduktion von Zucker, Fett und Salz, dem Erhalt des Geschmacks und der Wahrung von Haltbarkeit und Lebensmittelsicherheit. Am Ende ist entscheidend, dass Verbraucherinnen und Verbraucher mitgenommen werden“, unterstreicht Hennerkes.
Um die Akzeptanz bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern zu sichern, setzt der Lebensmittelhandel überwiegend auf eine individuelle und schrittweise Reformulierung seiner Eigenmarkenprodukte. Über den NutriScore, der auf den Eigenmarken des Lebensmittelhandels flächendeckend Anwendung findet, wird die Optimierung der Nährwerte auch für die Kunden sichtbar. Das verantwortungsvolle Engagement des Handels zeigt sich auch darin, dass beispielsweise die Reduktion von Zucker möglichst ohne den Einsatz von Ersatzstoffen umgesetzt wird. Außerdem liegt ein besonderer Fokus auf Produkten, die sich an Kinder richten.
Der Lebensmittelhandel hebt mit seinen Eigenmarkensortimenten das Reduktionspotenzial in einer breiten Produktpalette. Für Verbesserungen im gesamten Lebensmittelangebot braucht es weiterhin ein ambitioniertes Mitwirken aller Akteure der Lebensmittelkette.
