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Ausgabe 8/2016

BVLH diskutiert mit Parteien lebensmittelpolitische Grundsatzpositionen

Die Ansprüche der Kunden an Lebensmittel und ihren Einkauf sind die Geschäftsgrundlage des Lebensmittelhandels. Unter dieser Voraussetzung und in den Grenzen der Marktwirtschaft arbeitet die Branche daran mit, lebensmittelpolitische Probleme zu lösen. Auf Basis dieser Grundhaltung diskutierte der BVLH kürzlich auf seinem Parlamentarischen Abend in Berlin mit den im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien lebensmittelpolitische Kernpositionen des Handels.

Kunden entscheiden jeden Tag aufs Neue, wo sie einkaufen gehen. Diese Wahlfreiheit führt zum Wettbewerb unter den Lebensmittelhändlern um das beste Angebot. Voraussetzung dafür sind freies Unternehmertum, Vertragsfreiheit und freie Preisbildung. Wertschöpfung erzielt, wer marktgerechte Ideen entwickelt, die auch in Zukunft Kunden überzeugen. Diese Prinzipien gelten für die gesamte Lebensmittelwertschöpfungskette. Innerhalb dieser Grenzen arbeitet der Handel an ihrer Stärkung mit.

Mit seinem Parlamentarischen Abend startete der BVLH seine Kommunikation zur Bundestagswahl 2017. Mit weiteren Maßnahmen wird der Verband in den kommenden Wochen und Monaten die lebensmittelpolitischen Kernpositionen des Handels deutlich machen.


Friedhelm Dornseifer erhält HDE Lifetime-Award

BVLH-Präsident Friedhelm Dornseifer ist auf dem Deutschen Handelskongress für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden. Im Rahmen der Retailers Night nahm er den Lifetime Award des deutschen Handels entgegen. Er erhielt die Auszeichnung sowohl für die große unternehmerische Leistung, die er mit dem Aufbau seines Filialgeschäftes und eines Lebensmittelproduktionsbetriebes vollbracht hat, als auch für sein großes ehrenamtliches Engagement für den deutschen Lebensmittelhandel. Gewürdigt wurde insbesondere sein langjähriges Amt als Präsident des BVLH und als Vorsitzender der Mittelständischen Lebensmittelfilialbetriebe (MLF).


Patrick Schälte zum Vorsitzenden Fischfachhandel gewählt

Im Rahmen der Zusammenkunft des Fachverbandes ‚Der Fischfachhandel‘ im BVLH am 28. November 2016 in Lüneburg wurde Patrick Schälte (Solingen) zum neuen Vorsitzenden des Verbandes gewählt. Der langjährige Vorsitzende Peter Koch-Bodes (Bremen), der aus Altersgründen nicht erneut kandidierte, wurde wegen seiner herausragenden Verdienste zum Ehrenvorsitzenden des Verbandes gewählt. Während die bisherige Stellvertreterin Petra Wöbke (Lübeck) und der bisherige Stellvertreter Volker Reeh (Geretsried) im Amt bestätigt wurden, wurde als dritter Stellvertreter Tino Kaden (Marienberg) neu in den engeren Kreis gewählt. Dieser folgte Joachim Schulz (Frankfurt a. M.), der im Sinne eines Generationenwechsels für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung stand.


Nährwertangabe wird verpflichtend

Die Nährwerttabelle ist spätestens ab 13. Dezember 2016 für alle vorverpackten Lebensmittel verpflichtend. Mit diesem Datum endet die von der Lebensmittelinformationsverordnung vorgesehene Übergangsfrist. Anzugeben sind sieben Nährwertinformationen bezogen auf 100 Gramm oder 100 Milliliter: der Energiegehalt sowie die Gehalte an Fett, gesättigten Fettsäuren, Kohlenhydraten, Zucker, Eiweiß und Salz.

Nur bei Platzmangel dürfen die Angaben hintereinander aufgeführt werden. Einige Lebensmittelgruppen sind von der Pflicht zur Nährwertkennzeichnung befreit, beispielsweise unverarbeitete Monoprodukte, die nur aus einer Zutat oder Zutatenklasse bestehen, wie Obst und Gemüse, Mehl oder Reis, Kräuter, Gewürze sowie Mischungen daraus, Kaugummi, Tee sowie Kräuter- und Früchtetees und Getränke mit mehr als 1,2 Volumenprozent Alkohol.

Auch verpackte Lebensmittel, die in kleiner Menge direkt vom Hersteller an Verbraucher abgegeben werden, brauchen keine Nährwertkennzeichnung. Der Sinn und Zweck dieser Ausnahme ist die Vermeidung von unnötiger Belastung von handwerklichen Betrieben und Direktvermarktern (sog. Kleinstunternehmen).

Es handelt sich um ein Kleinstunternehmen, wenn dieses weniger als zehn Beschäftigte und einen Jahresumsatz von bis zu zwei Millionen Euro hat.


Task Force „Agrarmärkte“ will Landwirte stärken

Am 14. November dieses Jahres hat die Task Force „Agrarmärkte“ unter dem Vorsitz des ehemaligen niederländischen Landwirtschaftsministers, Cees Veerman, ihre Empfehlungen zur Stellung der Landwirte in der Lebensmittelversorgungskette vorgestellt.

Die zwölfköpfige Task Force war im Januar 2016 vom EU-Agrarkommissar Hogan mit der Bitte eingesetzt worden, sich angesichts der weltweiten Entwicklungen mit der schwierigen Lage der Landwirte auseinanderzusetzen.

Angesichts der Besorgnis, dass die Landwirte die Hauptlast der Preisschwankungen und der langanhaltenden Preisschwäche tragen müssen, kommt die Task Force in ihrem Bericht zu dem Schluss, dass die Rahmenregelungen für die Versorgungskette weiter verbessert werden sollten. Zu den Schlussfolgerungen des Berichtes zählen unter anderem Forderungen nach neuen Regeln auf EU-Ebene, um gegen bestimmte unfaire Handelspraktiken vorzugehen. Außerdem wird empfohlen, in den Mitgliedstaaten wirksame Durchsetzungsmechanismen einzuführen, indem zum Beispiel ein Schiedsrichter eingesetzt wird.

Andere Vorschläge betreffen die Erhöhung der Markttransparenz, die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den Landwirten, die Erleichterung des Zugangs von Erzeugern zu Finanzmitteln und die Verbesserung der Akzeptanz von Instrumenten des Risikomanagements.

Einzelheiten finden Sie hier: http://ec.europa.eu/agriculture/agri-markets-task-force_en


Lebensmittel treiben Onlinehandel

Lebensmittel und Delikatessen sind der mit Abstand stärkste Treiber im Onlinehandel. Zu diesem Ergebnis kommt das Kölner Handelsforschungsinstitut IFH in einem aktuellen Branchenreport. Mit 27,6 Prozent erzielte dieser Konsumgütermarkt 2015 im Vergleich zum Vorjahr die höchste Wachstumsrate aller untersuchten Teilmärkte. Lebensmittel und Drogeriewaren gehören zu den sogenannten Nachzüglerbranchen, für die das Internet erst seit kurzem als Einkaufskanal immer größere Bedeutung gewinnt. Dasselbe gilt auch für die Teilmärkte Wohnen und Einrichten sowie für Heimwerken und Garten.

Nach Ansicht des IFH ist die Wachstumsdynamik des Onlinehandels ungebrochen. Das Marktvolumen ist 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent auf 47 Milliarden Euro gestiegen. Für 2016 rechnen die IFH-Experten mit einem Umsatzvolumen von über 50 Milliarden Euro.

Der „Branchenreport Onlinehandel 2016“ ist im Onlineshop des IFH erhältlich.
http://www.ifhshop.de/detail/index/sArticle/204


Lebensmittel zum Fest für mehr als eine halbe Milliarde Euro

Jeder vierte Verbraucher plant in diesem Jahr etwas Ess- und Trinkbares zum Weihnachtsfest zu verschenken. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zum bevorstehenden Weihnachtsgeschäft. 24 Prozent der Bevölkerung finden laut GfK Lebensmittel als Geschenk attraktiv. Hierfür planen die Verbraucher mit durchschnittlich 41 Euro aber etwas weniger Budget ein als im vergangenen Jahr. Der Handel kann mit rund 625 Millionen Euro rechnen. Diese Umsatzerwartung läge 24 Millionen Euro unter dem Wert von 2015. Die beliebtesten Geschenke sind laut GfK Bücher, Spielwaren und Bekleidung.

 

 

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