Kompetenz für Lebensmittel.

Ausgabe 3/2014

Mineralölproblematik – Handel engagiert!

Am 2. April übermittelte der BVLH dem BMEL ein Positionspapier, das das vielfältige Engagement der Unternehmen des Lebensmittelhandels zur Unterbindung kritischer Übergänge von Mineralölbestandteilen auf Lebensmittel verdeutlicht. Im Papier wurden die spezifischen Maßnahmen der Handelshäuser zusammengeführt, die zuvor über den Ausschuss Lebensmittelrecht und Qualitätssicherung abgefragt wurden.

Bereits vor Jahren begann die Diskussion über mögliche Übergange von Mineralölbestandteilen aus unterschiedlichen Quellen auf Lebensmittel. Die Handelshäuser haben die Entwicklungen von Beginn an aufmerksam verfolgt und sind - im Bewusstsein ihrer Verantwortung - den Empfehlungen der wissenschaftlichen Risikobewertung gefolgt. So haben die Häuser im Rahmen ihres Einflussbereiches, insbesondere im Eigenmarkenbereich, angemessene Maßnahmen ergriffen, kritische Übergänge von Mineralölbestandteilen auf Lebensmittel zu unterbinden. 


Nachhaltig und handwerklich hergestellte Delikatessen liegen im Trend

Am 10. März hat Corpus Culinario, die Gemeinschaft führender Delikatessen-Kaufleute in Deutschland, in Bad Kissingen den diesjährigen GenussGipfel veranstaltet. Mehr als 80 Aussteller aus Deutschland und mehreren europäischen Ländern haben auf der Fachmesse gezeigt, dass künftig vor allem nachhaltig und handwerklich hergestellte Feinkostwaren die Trends setzen.

Wie schon in den vergangenen Jahren, präsentierten die Aussteller auch auf dem GenussGipfel 2014 eine große Delikatessen-Vielfalt. Von Bärlauchnudeln über, iberischen Schinken oder Trüffelprodukten bis hin zu ausgewählten Manufakturessigen, handgeschöpfter Schokolade und feinen Konfitüren: Für jeden Geschmack war etwas dabei.

Auf dem GenussGipfel werden alljährlich auch die Delikatesse und das Produkt des Jahres prämiert. Zur Delikatesse des Jahres wurde der Hubertus-Salat der Butterhandlung Holstein in Münster gekürt. Zartes, gebratenes Hirschfilet, geschmorte Waldpilze, Staudensellerie und ein Schuss alter Balsamico: „So würzig, fein und mild kann Wild schmecken“, urteilte die Jury über das Gewinnerprodukt.

Zum Produkt des Jahres wurde die Gewürzmischung „Mediterrane Tomate“ der Gewürzmühle Engels aus Neuss gekürt. „Jede einzelne Zutat lässt sich herausschmecken. Alle Komponenten sind perfekt aufeinander abgestimmt. Genau das macht ein echtes und gelungenes Produkt aus“, begründete Corpus Culinario Geschäftsführerin Kerstin Uhlenbusch die Entscheidung der Jury.


Personelle Kontinuität bei Corpus Culinario

Auf dem diesjährigen GenussGipfel am 10. März in Bad Kissingen hat Corpus Culinario, die Gemeinschaft führender Delikatessen-Kaufleute in Deutschland wichtige Personalentscheidungen getroffen. Einstimmig haben die Mitglieder Kerstin Uhlenbusch als Geschäftsführerin für weitere drei Jahre gewählt. Die Nordhorner Delikatessen-Kauffrau möchte in ihrer zweiten Amtszeit weitere Mitglieder und Förderer für das Netzwerk von Delikatessengeschäften gewinnen. Neben der Geschäftsführung wurde auch der Beirat im Amt bestätigt. Als kooptiertes Mitglied wurde der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes des Deutschen Lebensmittelhandels Franz-Martin Rausch aufgenommen.


Rechtlicher Status von Honig-Pollen demnächst geklärt

Der Umweltausschuss des Europaparlaments hat Mitte März mit knapper Mehrheit beschlossen, dass Pollen ein natürlicher Bestandteil von Honig sei und deshalb nicht als Zutat aufs Etikett müsse. Es wird erwartet, dass auch das Plenum des Europaparlaments sich diesem Votum anschließen wird. Damit würden rechtliche Unsicherheiten beseitigt werden, die nach einer Entscheidung des EUGH aus September 2011 entstanden sind. Damals hatten die Richter geurteilt, dass Honig mit kleinsten Spuren Pollen die von einer gentechnisch veränderten Pflanze stammen, geprüft und zugelassen werden müssen, sonst wäre die Ware nicht verkehrsfähig. Dies galt auch, wenn die Konzentration unterhalb des sonst üblichen Schwellenwertes von 0,9 Prozent liegt. Mit der Neuregelung soll dies geändert werden, so dass künftig eine Kennzeichnung nur noch dann erforderlich ist, wenn der übliche Schwellenwert von 0,9 Prozent überschritten wird.


Fischwirtschaftliches Gespräch mit Staatssekretärin Flachsbarth

Am 20. März 2014 fand in Berlin das alljährliche Fischwirtschaftliche Gespräch, diesmal mit Dr. Maria Flachsbarth, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesernährungsministerium (BMEL), statt. In Anwesenheit von Vertretern der gesamten Wertschöpfungskette Fisch nutzte der BVLH mit seinem Fachverband Fischfachhandel die Gelegenheit, einige  Anliegen der Branche vorzutragen. So appellierte der Verband erneut und  eindringlich an das Ministerium, schnellstmöglich  konkrete Vorschläge zur nationalen Ausgestaltung der Allergeninformation bei unverpackter (loser) Ware vorzulegen. 

Darüber hinaus ermunterte der Verband das BMEL in seinem Vorgehen, den gemeinsam mit der Fischwirtschaft erstellten Leitfaden zur Umsetzung der EU-Fischmarktorganisation (GMO), der neue Vorgaben zur Fischkennzeichnung enthält, weiter bei den Zuständigen der Überwachung in den Ländern bekannt zu machen, um hier eine einheitliche Auffassung zu erreichen. Da jedoch noch immer offene Auslegungsfragen aus Industrie und Handel vorgetragen werden, soll hierzu noch im Mai 2014 ein Runder Tisch beim Ministerium stattfinden, um diese zu klären. Eine erneute Anpassung des Leitfadens würde dann folgen.


Deutsche wollen Lebensmittel bedarfsorientierter einkaufen

Immer mehr Konsumenten in Deutschland wollen ihre Lebensmittel bewusster einkaufen, weil sie weniger wegwerfen wollen. In einer im Oktober 2013 durchgeführten Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) bejahten 52 Prozent die Aussage: „Ich kaufe bewusst weniger Lebensmittel auf Vorrat ein, damit ich nicht mehr so viel wegwerfen muss.“ Diese Zustimmungsrate ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen – von 44 Prozent im Jahr 2010 auf 46 Prozent 2011 und 50 Prozent 2012.

Die prozentual meisten Vorratsreduzierer findet man laut GfK in der Altersgruppe der über 60-Jährigen, die wenigsten bei den unter 40-Jährigen. Größere Haushalte kaufen in der Mehrheit nach wie vor auf Vorrat ein, aber bereits in Zwei-Personen-Haushalten gäbe es mehr Vorratsreduzierer als Vorratskäufer. Am stärksten achten die Ein-Personen-Haushalte auf den bedarfsgerechten Einkauf. Schließlich spielt nach Angaben der GfK auch das Haushaltseinkommen eine wichtige Rolle: Die so genannten Promotion-Shopper und Handelsmarken-Shopper würden ihre Vorratskäufe denn auch weit seltener reduzieren als die Premium- und Marken-Shopper.


Russische Lebensmittelhersteller suchen deutsche Handelspartner

Eine Delegation von Führungskräften aus Unternehmen der russischen Lebensmittelwirtschaft besucht vom 10. Juni bis 5. Juli 2014 Nordrhein-Westfalen und Berlin. Ziel ist unter anderem die Gewinnung neuer Geschäftspartner im deutschen Lebensmittelhandel. Zu diesem Zweck veranstalten die Carl Duisberg Centren am 17. Juni von 14:00 bis 17:00 Uhr bei der Industrie- und Handelskammer Düsseldorf eine Kooperationsbörse veranstaltet. Unternehmen, die an einer Zusammenarbeit interessiert sind, können sich bis zum 16. Juni für diesen Termin anmelden. Sie haben laut Veranstalter zudem die Möglichkeit, während des vierwöchigen Programms Termin für Einzelgespräche zu vereinbaren.

Weitere Auskünfte erteilen die Carl Duisberg Centren, Mareike Dröge, Hansaring 49-51, 50670 Köln, Tel.: 0221/1626-218, E-Mail: mareike.droege@cdc.de, www.cdc.de.

 

 

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