Kompetenz für Lebensmittel.

Kundenorientierung, Wettbewerb und Wertschätzung: BVLH veröffentlicht lebensmittelpolitische Positionen zur Bundestagswahl

23.03.2017

Der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH) fordert von einer neuen Bundesregierung, in der Lebensmittelpolitik marktwirtschaftliche Grundsätze nicht außer Acht zu lassen. Auf dieser Grundhaltung basieren die Forderungen des BVLH zur Bundestagswahl.

Kundenwünsche und Marktwirtschaft: Leitplanken der Verantwortung des Handels
BVLH-Präsident Friedhelm Dornseifer betont dabei die Bedeutung von Marktwirtschaft und Wettbewerb für ein breites Sortiment sicherer, genussvoller und bezahlbarer Nahrungsmittel: „Die Wähler der Parteien, sind unsere Kunden. So vielfältig wie ihre Forderungen an die Politik, sind ihre Ansprüche an den Handel. Weder gibt es diejenigen, die Lebensmittel ausschließlich nach Umweltgesichtspunkten, Transparenzkritierien, Sozialstandards, aus Gesundheitsgründen oder Bequemlichkeitsaspekten kaufen. Noch gibt es jene, denen all das egal ist, solange die Produkte nur möglichst günstig sind. Mit ihren Anforderungen bewegen sich unsere Kunden auf einer breiten Skala zwischen diesen Polen. Getrieben von gesellschaftlichen Umwälzungen und Änderungen persönlicher Lebensverhältnisse sind ihre Wünsche vielfältiger geworden. Vor diesem Hintergrund konkurrieren Handelsunternehmen Tag für Tag um das beste Angebot. Dieser Wettbewerb ist nur durch Marktwirtschaft möglich. Sie garantiert freies Unternehmertum, Vertragsfreiheit, Angebotsfreiheit und freie Preisbildung. Das sind die Grundvoraussetzungen für die Leistungsfähigkeit unserer Branche.“

Wertschätzung und Kundennutzen bedingen einander
Verbandspräsident Dornseifer zeigt sich davon überzeugt, dass Wettbewerb und Marktwirtschaft auch bei der Wertschätzung für Lebensmittel eine zentrale Rolle spielen. „Als Lebensmittelkaufmann weiß ich, dass Kunden gern bereit sind, für Lebensmittel mit einem zusätzlichen Nutzen mehr Geld auszugeben. Ein solcher Mehrwert entsteht aber nur durch innovativen Unternehmergeist, der sich erst im Wettbewerb frei entfaltet.“

Den Rahmen, in dem der Lebensmittelhandel zur Lösung von ernährungs- und agrarpolitischen Problemen beiträgt erläutert BVLH Hauptgeschäftsführer Franz-Martin Rausch: „Kundenwünsche und Marktwirtschaft bilden die Leitplanken der gesellschafts¬politischen Verantwortung des Lebensmittelhandels. Sie bestim¬men sein Handeln in der Lieferkette, gegenüber Politik und Gesellschaft. Lebensmittelpolitische Maßnahmen, die zu Lasten von Marktwirtschaft und Wettbewerb gehen, lehnt der BVLH ab.“

Tierwohllabel, Lebensmittelverschwendung und Kontrolltransparenz
Diese Grundhaltung bildet den roten Faden der lebensmittelpolitischen Positionen des BVLH in den einzelnen Themenbereichen. So fordert der Verband, dass ein staatliches Tierwohllabel für alle Beteiligten der Wertschöpfungskette wirtschaftlich darstellbar und für Verbraucher bezahlbar sein muss. Im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung müssen sich Art und Umfang der Präventionsansätze an den Verlustzahlen entlang der gesamten Lebensmittelvermarktungskette orientieren. Anstatt vermeintliche Transparenzvorschriften mit konsumentensteuernder Wirkung zu verabschieden, müssen der bestehende lebensmittelrechtliche Rahmen ausgeschöpft und Überwachungsbehörden so ausgestattet werden, dass sie ihre Aufgaben vollumfänglich erfüllen können.

Die Positionen des BVLH zur Bundestagswahl sind im Internetangebot des Verbandes unter www.lebensmittel-fuer-deutschland.de abrufbar.

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